Chronik ab 2001

Projekte der 3. Ausbaustufe sind U1 Nord und Ausbau der U2

Stadträtin Ederer startet die 3. Ausbauphase der Wiener U-Bahn, © Wiener Linien Archiv

Stadträtin Ederer startet die 3. Ausbauphase der Wiener U-Bahn

Noch vor Beendigung der Ausbauten für die 2. Ausbaustufe (U3 nach Simmering) ist Spatenstich für die 3. Ausbaustufe, also die Verlängerung der U1 nach Leopoldau sowie die U2 Richtung Stadion und Aspern. Am 12. April 2000 erfolgt der Starschuss durch die damalige Stadträtin Brigitte Ederer.

Ende 2000 bis 2001 laufen die eisenbahnrechtlichen Baugenehmigungsverfahren für die Verlängerung der U1 nach Leopoldau, der Spatenstich für die Erweiterung erfolgt am 19. Oktober 2001 durch Vizebürgermeister Sepp Rieder. Für die Erweiterung der U2 vom Schottenring Richtung Aspern werden die generellen Planungen fertig gestellt, die Rohbauarbeiten für die neue Leitstelle in Erdberg beginne im Mai 2000. 2001 beginnen außerdem die Umbauarbeiten der Station Praterstern im Zusammenhang mit der U2-Verlängerung und dem Neubau des ÖBB-Bahnhofes. 

 

Neugestaltung der U1/U2-Station Praterstern
und 3D-Virtualisierung der neuen Umsteigestation, © Wiener Linien

Im Frühjahr 2001 beginnen außerdem die ersten Probefahrten im Personenverkehr mit dem Prototypen des neuen Sechswagenzuges der Wiener U-Bahn, dem V-Wagen. Zu Beginn der Testphase wird der neue Zug vor allem auf der Linie U3, später auch auf der U4 eingesetzt.

Modell des Prototypen V-Wagen, © Siemens

Am 27. September 2003 hält der letzte Zug in der Station Lerchenfelder Straße. Da der Abstand zur Station Volkstheater ohnehin nur 350 Meter betrug, und dieser durch die Bahnsteigverlängerungen verkürzt worden wäre, entschied man sich für die im Rahmen der Umbauarbeiten zur U2-Verlängerung zur Auflassung der Station. Die Räume werden nun für sicherheitstechnische Einrichtungen verwendet, die Bahnsteige sind bei der Durchfahrt aber noch zu erkennen.

2003 bis 2005 laufen die Bauarbeiten an der U1 Nord und U2 Ost auf Hochtouren.

Bauarbeiten an der U1-Nord
Baubeginn an der neuen Endstelle und Wendeanlage in Leopoldau   Stationszugang Kagraner Platz, kurz vor der Eröffnung

Baubeginn an der neuen Endstelle und Wendeanlage in Leopoldau
sowie der Stationszugang Kagraner Platz, kurz vor der Eröffnung

U1-Verlängerung nach Leopoldau

Das vorerst letzte Teilstück der U1 ging am Samstag, den 2. September 2006 in Betrieb, seither fahren die Züge von Kagran durch die Großfeldsiedlung bis nach Leopoldau. An der neunen  Endstelle im Norden Wiens entstand so ein Umsteigeknoten zur S-Bahn, zu den Regionalzügen ins Weinviertel sowie eine neue Wende- und Abstellanlage sowie ein Park&Ride. Mit der Eröffnung der neuen Strecke wuchs das U-Bahn Netz um etwa 5 Kilometer sowie 5 neue Stationen. Die Kosten für das Gesamtprojekt lagen bei etwa 570 Millionen Euro.

Weiterhin liefen die Bauarbeiten für die erste Etappe der neuen U2 bis zum Stadion. Ehrgeiziges Ziel  war es, diese neue Strecke noch vor Beginn der Europameisterschaft in Österreich im Mai 2008 fertig zu stellen. Zwischen 2005 und Juni Juni 2006 kommt es aufgrund von fehlenden Genehmigungen für die Unterkellerung eines Hauses beinahe zu einem Baustopp im Bereich Schottenring-Taborstraße, welche eine pünktliche Eröffnung der U2 bald als unrealistisch wirken ließen.

 

Am 28. September 2006 erfolgte schließlich der Spatenstich für die 2. Etappe der U2-Verlängerung, vom Stadion zur Aspernstraße, durch Bürgermeister Häupl, noch im Oktober wird mit den Rohbauarbeiten für die neue Trasse begonnen. Im November 2006 wird der Vertrag zur gemeinsamen Errichtung der Station Stadlau mit den ÖBB unterzeichnet. 

Bauarbeiten an der U2 zur Aspernstraße
Luftaufnahmen der Bauarbeiten für die U2-Neubaustrecke im Bereich Donaumarina  Luftaufnahmen der Bauarbeiten für die U2-Neubaustrecke im Bereich Aspernstraße

Luftaufnahmen der Bauarbeiten für die U2-Neubaustrecke im Bereich Donaumarina und Aspernstraße
© Wiener Linien

Renate Brauner, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und Finanzminister Molterer unterzeichnen den Vertrag zwischen Land und Bund zur Finanzierung der 4. Ausbaustufe, © Wiener LinienAm 12. Juli 2007 wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Renate Brauner, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und Finanzminister Molterer unterzeichnen den Vertrag zwischen Land und Bund zur Finanzierung der 4. Ausbaustufe. Diese umfasst die Verlängerung der U2 ins Flugfeld Aspern sowie zur Gudrunstraße und den Bau der U1-Süd vom Reumannplatz Richtung Rothneusiedl.

Nach zahlreichen Test- und Probe fahren ging die neue U2-Strecke gerade noch rechtzeitig zu Beginn der Europameisterschaft in Österreich am 10. Mai 2008 vom Schottenring zum Stadion in Betrieb.

 

 

 

 

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