Otto Wagner Stationen

Prachtvolle Jugendstil-Bauten im Modernen Netz der U-Bahn

Von den historischen Stadtbahnstationen sind heute noch 8 Stationen vom Architekten Otto Wagner im Originalzustand erhalten geblieben. Alle andere Bauwerke wurden im Krieg zerstört oder mussten der U-Bahn weichen.

Die Stationen der Wiener Stadtbahn zählen im Jugendstil zählen als Sehenswürdigkeit der Stadt. Am bekanntesten sind die Aufnahmegebäude der ehemaligen Stadtbahnstation Karlsplatz der Wientallinie, in denen sich heute ein Cafehaus befindet.

Otto Wagner Stationen in Wien 

Auf der U4 sind dies Schönbrunn und Stadtpark, auf der U6 Gumpendorfer Straße, Burggasse, Josefstädterstraße, Alser Straße, Währinger Straße und Nußdorfer Straße.

Beim Umbau von der Stadtbahn zur U4 wurden die meisten Haltestellen komplett umgebaut, an einigen konnte zumindest das Stationsgebäude erhalten bleiben. Nur die Stationen Schönbrunn und Stadtpark sind, abgesehen von eingebauten Aufzügen und der Anpassung der Bahnsteighöhe, im Originalzustand verblieben.

Otto-Wagner-Architektur in der Station Stadtpark

Die Station Stadtpark konnte ihr ursprüngliches Aussehen behalten

Dagegen ist die heutige Stammstrecke der U6 noch weitgehend im Originalzustand verblieben. Es wurden lediglich die Signal- und elektrischen Anlagen komplett erneuert, Stationen und Viadukte renoviert und die Strecke von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt.

 

Otto Wagner

Über Otto Wagner

aus: aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.w/w037790.htm

* 13. 7. 1841 Wien-Penzing,
† 11. 4. 1918 Wien, Architekt und Kunsttheoretiker

Studierte in Berlin und Wien und trat danach in den Kreis L. Försters und T. Hansens (für den er das Palais Epstein an der Wiener Ringstraße ausführte). Ab 1894 Professor an der Wiener Akademie. War bereits ab 1864 selbstständig tätig (Häuser in der Harmoniegasse, Wien 9.) , stand aber seinen Frühwerken später teilweise kritisch gegenüber. Wagner war die überragende Architekten-persönlichkeit Wiens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und verkörperte die fruchtbare Verbindung von Historismus und Moderne. In fast allen Bereichen der Baukunst wirkte er durch wichtige Leistungen richtungsweisend. Bestimmend blieb stets eine am Gesamtkunstwerk orientierte Grundeinstellung. Ausgehend von teils spätromantischen, teils strengen Ansätzen (Villa Epstein in Baden, 1867; Synagoge in Budapest, 1873), entwickelte er monumentale Projekte bis hin zum Städtebau ("Artibus"). Bis in die 1890er Jahre bevorzugte er einen pathetischen bis üppig renaissancehaften Ringstraßen-Stil (Haus Schottenring 23, 1878; Mitarbeit am Makart-Festzug, 1879; Villa Hahn in Baden, 1885; "große" Villa Wagner in Wien-Hütteldorf, 1888) und beteiligte sich mehrfach an internationalen Wettbewerben. Dann wandte er sich von historistischen Idealen ab und der Erneuerung der Kunst zu, wobei er nicht die Struktur änderte, sondern die formale Gestaltung. Obwohl er den Übergang zur modernen Sachlichkeit und Funktionalität wesentlich förderte, blieb Wagner selbst der Überzeugung treu, der Architekt als Künstler müsse das Ingenieurschaffen zwar anerkennen und verwerten, aber unbedingt über die bloße Nutzgestaltung hinaus erheben. Mit seinen Werken bestimmte Wagner entscheidend sowohl die Architektur der Secession als auch die Grundlagen der von jüngeren Architekten konsequent realisierten Moderne (Schützenhaus der Staustufe Kaiserbad am Donaukanal, Wien, 1904-06). Die Wohnbauten dieser Phase erlangten Weltruf (in Wien die so genannten Wienzeilen-Häuser, 1898, "kleine" Villa Wagner, 1913). Während zahlreiche berühmte Entwürfe unausgeführt blieben (zum Beispiel Akademie, Stadtmuseum, Kriegsministerium), verwirklichte Wagner wenigstens 3 Hauptwerke: die Anlagen der Wiener Stadtbahn (1892-1901, besonders die Stationsgebäude, heute U4 und U6), die Kirche Am Steinhof (1902-07) und das Postsparkassenamt (1904-06). Als Lehrer zog Wagner eine legendäre Schule (J. M. Olbrich, J. Hoffmann, J. Pleènik) heran, die seine Ideen oft auf höchstem ästhetischen Niveau weiterentwickelte, aber aufgrund wirtschaftlicher Umstände wenig umsetzen konnte; sein Sohn Otto Wagner der Jüngere (* 28. 8. 1864, † 28. 8. 1945) war gleichfalls Architekt, er arbeitete hauptsächlich in Belgien.

aus: http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.w/w037790.htm

 

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