Projekt U2 Nord Seestadt

von der AspernstraSSE ins Hausfeld und Flugfeld zur neuen Seestadt Aspern

Die Linie U2 wird nach Verzögerungen erst ab dem Jahr 2010 bis zur Aspernstraße fahren und somit eine Donauquerung darstellen. Der vom Wiener Gemeinderat beschlossene Masterplan Verkehr Wien 2003 sieht für eine weitere Ausbauphase auch die Verlängerung der Linie U2 über die Station Aspernstraße in das Flugfeld Aspern vor, welches im Entwicklungsraum Nordosten Wiens ("SUPerNOW") liegt.

U2 Hausfeldstraße

Die Bauarbeiten für das umstrittene Vorhaben werden etwa 360 Mio. Euro betragen, bei optimalen Verlauf des Bauvorhabens könnten die ersten Züge der U2 bereits ab 2013 das Fugfeld Aspern mit dem Zentrum verbinden.

Funktion der U2-Nord Verlängerung

Die U2-Nord Verlängerung von der Station Aspernstraße in das Flugfeld Aspern soll laut Stadtplanern hauptsächlich folgende Funktionen erfüllen (zitiert nach MA18):

  • Optimale Erschließung der Wohnbevölkerung und Arbeitsplätze
  • Optimale Erschließung des Entwicklungsgebietes Flugfeld Aspern
  • Optimale ÖV-Vernetzung: Anbindung von Straßenbahn, Bus, Regional-
    und Schnellbahn sowie Park&Ride-Anlagen

Für die Verlängerung der U2 in den Norden wurden einige Varianten und deren mögliche Kombinationen untersucht. Diese wurden einem umfassenden Variantenvergleich nach Wirkungen und Kosten unterzogen, siehe hierzu auch Variantenuntersuchung. Das Ergebnis dieser Untersuchungen, der Hauptvorschlag, sieht eine 4,4 km lange Trasse Richtung Hausfeldstrasse vor, welche anschließend ins Entwicklungsgebiet Flugfeld Aspern führt.

Generelles Projekt

Generelles Projekt U2-Nord © Planungsteam U2 Nord, MA18, MA41, bearbeitet Thomas Stadler

Die Strecke im Detail

Trassenverlauf der U2-Nord zum Flugfeld Aspern

Ausgehend von der bestehenden Wendeanlage verläuft die Trasse in Hochlage westlich parallel zur Franz-Wels-Gasse. Die Station An den alten Schanzen liegt in Hochlage, der Bau der Station ist jedoch ist erst bei Besiedelung des Hausfeld vorgesehen. Die Trasse verläuft weiter westlich parallel zur Franz-Wels-Gasse, schwenkt danach mit einem Rechtsbogen parallel zur ÖBB-Ostbahn und sinkt zur Niveaulage ab.

Die Station Hausfeldstraße liegt südlich parallel zur Ostbahn in Niveaulage. Es erfolgt eine Anbindung an die S-Bahn und die Regionalzüge Richtung Marchfeld und Bratislava. Außerdem entsteht ein Umsteigeknoten mit der vom Kagraner Platz verlängerten Straßenbahnlinie 26 und diversen Autobuslinien. Eine Unterführung der Hausfeldstraße unter Bahn- und U-Bahntrasse wird dabei berücksichtigt.

Die Trasse verläuft weiter in südlicher Parallellage zur Ostbahn im Niveau. Mit Einschwenken in das ehem. Flugfeld steigt sie zur Hochlage auf. Die Station Aspern (Flugfeld Nord) wird, wie die Station Hausfeldstraße, als Umsteigestation zwischen S-Bahn und U-Bahn, jedoch hier mit einem gemeinsamen Doppelbahnsteig errichtet. Bei dieser Station ist eine Park & Ride-Anlage vorgesehen. Die Station Seestadt (Flugfeld Süd), im Zentrum des Entwicklungsgebietes Flugfeld Aspern gelegen, wird in Hochlage mit einem Mittelbahnsteig ausgeführt. Die Buslinien Richtung Essling und Groß Enzersdorf werden dann am Vorplatz der Station abfahren. Im Anschluss an die Endstelle ist die Wendeanlage sowie eine Abstellhalle für 8 U-Bahn-Züge vorgesehen.

U2 Nord: Trassenverlauf

U2 Nord-Erweiterung: Variantenuntersuchung

© Planungsteam U2 Nord

Weitere Informationen durch die Ombudsmänner

Bauabschnitt U2/14 Hausfeldstraße
Ing. Martin Dunst – Tel. (01) 7909/67411
Bauabschnitt U2/15 Flugfeld Nord
Ing. Hubert Sebera – Tel. (01) 7909/67901
Bauabschnitt U2/16 Flugfeld Süd
Dipl.-Ing. (FH) Michael Zeman – Tel. (01) 7909/79110

Variantenuntersuchung

In den Jahren 2003 und 2004 wurden alle relevanten Rahmenbedingungen erfasst und sinnvoll mögliche Trassen zur Erschließung des Flugfelds Aspern aufgezeigt. Ziel dieser Bearbeitung war es, die fachlichen Grundlagen für eine politische Trassenentscheidung aufzubereiten. Während der Variantenuntersuchung wurden zur Information der Wiener Bevökerung Ausstellungen und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Zahlreiche Trassenvarianten wurden einem umfassenden Variantenvergleich nach Wirkungen und Kosten unterzogen. Dabei wurden nach Angaben der Stadtplaner folgende Kriterien berücksichtigt. Dabei wurden nach Angaben der Stadtplaner folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Erschließung der Wohnbevölkerung, der Arbeitsplätze und Entwicklungsbereiche
  • Netzwirkungen im öffentlichen Verkehr
  • Abhängigkeiten zu geplanten Straßenausbaumaßnahmen
  • Stadt- u. Umweltverträglichkeit (Störungen der Wohnbevölkerung, notwendige Einlösungen, Barrierewirkungen, Beeinträchtigungen von Erholungsbereichen, Tieren, Pflanzen, Boden und Grundwasser)
  • Investitions- und Betriebskosten

Das Ergebnis der Untersuchung (2004) war eine eindeutige Empfehlung für die Trasse längs der Ostbahnbegleitstraße mit der Umsteigestation Hausfeldstraße. Der genaue Verlauf der Trasse im Flugfeld Aspern wurde dabei noch nicht endgültig geklärt und hing vor allem von den Bebauungsplänen für das Flugfeld Aspern ab.

U2 Nord: Variantenuntersuchung
U2 Nord-Erweiterung: Variantenuntersuchung

© Planungsteam U2 Nord

Kritik an der Ausbaustrecke

Die geplante Trasse der U2-Nord-Erweiterung Richtung Fugfeld Aspern führt durch ein Gebiet, das heute vor allem sehr ländlich geprägt ist und eine äußerst niedrige Bevölkerungsdichte aufweist. Andere Abschnitte der Wiener U-Bahn, welche in Stadtrandgebiete führen (U1 Leopoldau, U6 Siebenhirten) sind zum Teil sehr schwach frequentiert, ob dies in Aspern anders An den alten Schanzen sein wird, muss eindeutig in Frage gestellt werden. Sinnvoller erscheint vor allem der Ausbau des Straßenbahnnetzes zur Erschießung der Stadtteile Breitenlee und zukünftig auch Flugfeld. Vor allem scheint der baldige Baubeginn dieser Strecke als verfrüht, andere U-Bahn-Projekte wie zum Beispiel die U2-Süd-Verängerung könnten vorgereiht werden und somit rascher abgeschlossen sein. Baubeginn für die Flugfeld-Strecke soll bereits 2010/ 2011 sein, die Station "An den alten Schanzen" würde jedoch erst später ausgebaut werden. Allein diese Tatsache lässt an der (derzeitigen) Wirtschaftlichkeit zweifeln. Bei der Verlängerung der U2 zum Stadion wurde bei Hinweisschildern bereits auf die U2-Nord-Erweiterung über Aspernstraße hinaus eingezeichnet.

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