Die elektrische Stadtbahn

Das Zeitalter der elektrischen Stadtbahn beginnt

Die Wiental-, Donaukanal- und die Gürtelstrecke wurden schließlich von der Stadt Wien 1924-1925 elektrifiziert, außerdem wurden die mechanischen Signale durch elektrische Lichtsignale ersetzt. Für den elektrischen Stadtbahnbetrieb wurde ein eigener neuer Wagenpark ange­schafft.

180 zweiachsige Triebwagen der Type "N" und 270 Beiwagen der Typen "n" und "n1" wurden ab der Eröffnung am 3. Juni 1925 eingesetzt. Das Liniennetz blieb nahezu unverändert, jedoch gab es von nun an neue Linienbezeichnungen:

  • Linie WD: Hütteldorf - Wiental - Donaukanal - Heiligenstadt
  • Linie GD: Meidling Hauptstraße - Gürtel - Donaukanal - Wiental - Hietzing
  • Linie DG: Hietzing - Wiental - Donaukanal - Gürtel - Meidling Hauptstraße
  • Linie G: Hütteldorf - Wiental - Gürtel - Heiligenstadt
  • Linie 18G: Ostbahnhof - Gürtel - Heiligenstadt

Ab dem 20. Oktober 1925 war das komplette Netz der Stadtbahn auf elektrischen Betrieb umgestellt worden und stand den Fahrgästen zur Verfügung.

Netzplan der Stadtbahn um 1937

Netzplan der Stadtbahn um 1937
© Glück, La Speranza, Ryborz: "Unter Wien", Ch. Links Verlag, Berlin 2001, S. 136

Stadtbahnzug der Linie 18G, aus Heiligenstadt kommend, am Wiedner Gürtel

Stadtbahnzug der Linie 18G, aus Heiligenstadt kommend, am Wiedner Gürtel

Die Linie 18G

Eine Besonderheit der "Wiener Elektrischen Stadtbahn" war die Linie 18G, die von Heiligenstadt kommend, auf der Gürtellinie bis vor die Station Gumpendorfer Straße fuhr, dort auf die Gleise der Linie 118 wechselte und weiter bis zum Ostbahnhof fuhr. Diese Linie nahm den Betrieb ebenso am 20. Oktober 1925 auf.

Lesen Sie im nächsten Kapitel über den Betrieb der Stadtbahn während des 2. Weltkrieges, die Ausmaße der Zerstörung sowie über den Wiederaufbau und Betrieb in der Nachkriegszeit.

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