Der Zweite Weltkrieg

Schwere Zerstörung und Wiederaufbau der Stadtbahn

Im zweiten Weltkrieg wurden bei Bombenangriffen die Anlagen der Stadtbahn teilweise schwer zerstört. Der Verkehr auf der Strecke zwischen Nußdorfer Straße und Heiligenstadt konnte aufgrund der schwerwiegenden Zerstörungen durch die Bombenangriffe vom 12. März 1945 erst wieder im Jahr 1954 aufgenommen werden.

Kriegszerstörungen und Wiederaufbau

Kriegszerstörungen und Wiederaufbau

Die völlig zerstörte Station Braunschweiggasse sowie ein zerbombter Stadtbahnzug bei der Friedensbrücke.

© 100 Jahre Wiener Linien - Ein Jahrhundert für eine lebenswerte Stadt, Seiten 51, 62

Die Linie 18G wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen. Im Jahr 1954 nahm eine neue Generation von Stadtbahnwagen ihren Dienst auf. Die Triebwagen der Type "N1" und die dazugehörenden Beiwagen der Type "n2" lösten ab 12. Juli 1954 die alten Fahrzeuge aus der Anfangszeit ab.

1956: Stadtbahnzug der Linie WD bei der Haltestelle Friedensbrücke. © Alfred Luft  Stadtbahnzug 2703 der Linie G unweit der Station Nußdorfer Straße im Jahr 1958 © Alfred Luft

1956: Stadtbahnzug der Linie WD bei der Haltestelle Friedensbrücke. © Alfred Luft

Stadtbahnzug 2703 der Linie G unweit der Station Nußdorfer Straße im Jahr 1958© Alfred Luft

In Betrieb waren fortan folgende 3 Linien:

  • Linie WD: Hütteldorf - Wiental - Donaukanal - Heiligenstadt
  • Linie GD/DG: Meidling Hauptstraße - Gürtel - Donaukanal - Wiental - Hietzing
  • Linie G: Meidling Hauptstraße - Gürtel - Heiligenstadt

Eine Änderung der Betriebsform ergab sich im Jahr 1965, als auf der Stadtbahn technische Einrichtungen erneuert und verbessert wurden. Durch die neue "Totmanneinrichtung" und magnetische Zugbeeinflussung versah der Zugführer nun seinen Dienst am jeweils zweiten Triebwagen eines Zuges, von wo aus er das Schließen der Türen alleine veranlassen konnte. Die davor eingesetzten Bahnsteigabfertiger waren damit überflüssig geworden und konnten eingespart werden.

Stadtbahn-Wientallinie, Zug der Linie DG, N1 2910 als Schlusswagen eines 5-Wagen-Zuges am 1.Mai 1965 in der Station Schönbrunn. © Buch "100 Jahre Wiener Linien", Seite 84  Ein Zug der Linie WD mit dem Triebwagen N1 2888 und 3 Beiwagen n2 im September 1971 in Heiligenstadt, dahinter der Karl-Marx-Hof. © Hans Heinz Haider

Stadtbahn-Wientallinie, Zug der Linie DG, N1 2910 als Schlusswagen eines 5-Wagen-Zuges am 1.Mai 1965 in der Station Schönbrunn. © Buch "100 Jahre Wiener Linien", Seite 84

Ein Zug der Linie WD mit dem Triebwagen N1 2888 und 3 Beiwagen n2 im September 1971 in Heiligenstadt, dahinter der Karl-Marx-Hof. © Hans Heinz Haider

Lesen Sie im Kapitel "Die Stadtbahn wird zur U-Bahn", wie der Betrieb auf den einzelnen Streckenabschnitten zwischen 1976 und 1989 auf den U-Bahn-Vollbetrieb umgestellt wurde.

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