Planungen für eine Stadtbahn

Von den ersten Entwürfen bis zum Baubeginn

Die Geschichte der Stadtbahn beginn Ende des 19. Jahrhunderts. Die zahlreichen Planungen zur Errichtung eines neuen Massentransportmittels für Wien blieben alle ohne Erfolg, es fanden sich keine Investoren für die Aufwendung des nötigen Geldes.

Erst im Jahr 1890, nachdem alle privaten Projekte gescheitert waren, ergriff schließlich die Stadt selbst die Initiative und begann mit den Planungen für eine Stadtbahn.

1892 wurde vom damaligen Reichsrat ein umfangreicher Entwurf über die zukünftige Stadtbahn beschlossen, in dem auch die zu errichtenden Strecken festgelegt wurden. Dafür wurde eigens eine Kommission eingerichtet, die "Commission für Verkehrsanlagen in Wien", welche die Aufgabe hatte, alle Bauvorhaben zu koordinieren.

Da zur gleichen Zeit das Wienfluss-Regulierungsprojekt stattfand, bot sich die Möglichkeit an, den frei werdenden Platz für das Gleisbett der neune Linie nach Hüttedorf zu benutzen.

1989: Wienflussregulierung und Bau der Stadtbahn

Ein Stadtbahnzug der neuen Gürtellinie überquert das Otto-Wagner-Viadukt in Gaudenzdorf. Das zweite Bild zeigt die Wienflussregulierung im Bereich der Secession und den Baubeginn der Strecke durch das Wiental.

Ein Stadtbahnzug der neuen Gürtellinie überquert das Otto-Wagner-Viadukt in Gaudenzdorf. Das zweite Bild zeigt die Wienflussregulierung im Bereich der Secession und den Baubeginn der Strecke durch das Wiental.

© Günter Düriegel, Wien auf alten Photographien. Jugend & Volk Verlag München, Friedrich Strauß

Folgende 6 Strecken waren 1892 vorgesehen, 4 davon wurden realisiert:

  • Gürtellinie: Heiligenstadt - Meidling (eröffnet 1898)
  • Vorortelinie: Hütteldorf - Heiligenstadt (eröffnet 1898)
  • Wientallinie: eröffnet 1898/1899, ebenso wie die Verbindungsbahnstrecke vom Hauptzollamt bis zum Praterstern mit der Station am Radetzkyplatz
  • Donaukanallinie: Hauptzollamt - Heiligenstadt (eröffnet 1901)
  • Donaustadtlinie: Praterstern - Nußdorf (wurde nie gebaut)
  • Ringlinie: Verbindung zwischen der Wientallinie und der Donaukanallinie, wurde als Stadtbahn nie gebaut, heute jedoch in etwa als Linie U2

Mit dem Bau der Stadtbahn wurde die k.k. Staatsbahn vertraut, die architektonische Gestaltung der gesamten Strecke übernahm der k.k. Oberbaurat Prof. Otto Wagner. Archetektonisch gilt die Stadtbahn bis heute als Meisterwerk. Einige Stadtbahnstationen entlang der Gürtelstrecke sowie die Haltestellen Stadtpark und Schönbrunn konnten zum Glück erhalten werden und wurden originalgetreu restauriert.

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