U2 Verlängerung Aspernstraße

Die U2 wurde am 2. Oktober 2010 verlängert

Ursprünglich hätte diese Strecke erst in einer späteren Ausbauphase errichtet werden sollen, Stadtplaner empfohlen jedoch die Vorreihung der U2 nach Aspern anderen Projekten (zB U1 Süd-Erweiterung) gegenüber.

Bevor mit dem eigentlichen Neubau begonnen wurde, galt es, die bereits bestehenden Stationen zwischen Karlplatz und Schottenring für den Einsatz von Langzügen zu adaptieren. Im Zuge dessen wurde auch die Station Lerchenfelder Straße aufgrund des zu geringen Stationsabstandes zur Station Volkstheater aufgelassen.

Baubeginn für die Strecke vom Schottenring Richtung Stadion war nach Verzögerungen im Jahr 2003, 5 Jahre später, seit 10. Mai 2008 (rechtzeitig vor EM-Beginn) hat das Praterstadion einen eigenen U-Bahn-Anschluss. Das zweite Teilstück vom Stadion zur Aspernstraße wurde am 2. Oktober 2010 feierlich eröffnet. 

Funktion der neuen U2

  • Erschließung des Raumes Stadlau und Aspern, um einen möglichst großen Anteil des donauquerenden KFZ-Verkehrs auf die U2 zu verlagern. Wichtige Maßnahme hierzu ist der Bau von Park&Ride-Anlagen
  • Hohe Erschließungsfunktion über den gesamten Streckenverlauf
  • Positive Auswirkungen auf bestehende U-Bahn-Linien (Entlastung der U1)

Die neue Strecke

Die neue U-Bahn-Strecke ist 5 Kilometer lang und bringt 6 neue Stationen. Die U2 wird nach der Fertigstellung 12,6 Kilometer lang sein. Der mittlere Abstand der 17 Stationen wird bei der neuen U2 ca. 740 Meter betragen. Die U2 verbindet dann 8 Bezirke und bietet Umsteigemöglichkeiten zu 3 anderen U-Bahn-Linien sowie Schnellbahn- und Bahnanschlüsse.

Die Gesamtfahrzeit vom Karlsplatz bis zur Aspernstraße beträgt nun ca. 25 Minuten. Geplant ist ein 4-Minuten-Zugsintervall in Spitzenzeiten. Bei Großveranstaltungen im Stadion kann aber das Intervall auf zwei Minuten reduziert werden. Die Errichtung der gesamten Verlängerungsstrecke kostete rund 490 Mio. Euro.

Der Streckenplan

Verlauf der neunen U2 nach Aspern

Verlauf der neuen U2 nach Aspern

Die Strecke beginnt bei der bereits bestehenden Station Stadion und führt weiter in Hochlage und einer Linkskurve zur Station Donaumarina. Diese Station liegt am rechten Donauufer im Bereich der Yachthafenanlage „Marina Wien“ über den ÖBB-Gleisanlagen und dem Handelskai. Sie ist in Hochlage mit zwei Seitenbahnsteigen konzipiert.

Virtualisierung der neuen U2-Strecke

Virtualisierung der neuen U2-Strecke über die Donau nach Aspern

Anschießend quert die U2 die Donau und führt über die Donaustadtbrücke (Schrägseilbrücke) zur gleichnamigen Station. Diese liegt am linken Donauufer unmittelbar nach der Donaustadtbrücke über der Autobahn A22. Die neue Station (urpr. als "Seestern" geplant) bringt auch der Donauinsel den dritten U-Bahn-Anschluss.

Weiter in Hochlage geht es zum Bahnhof Stadlau. Die Station liegt auf einem Brückentragwerk schräg über den Gleisen des Bahnhofs, der geplanten S80-Trasse und der Kaisermühlenstraße und weist einen Mittelbahnsteig auf. Die neue Station Hardeggasse befindet sich nördlich des Stadlauer Friedhofs. Sie erhält einen Mittelbahnsteig.

Die Station Donauspital Donaustadtbrücke liegt nördlich der Langobardenstraße, Höhe Tamariskengasse auf einem Brückentragwerk. Die neue Station dient zur Versorgung des SMZ-Ost und bietet auch Anschluss zur Straßenbahnlinie 26.

Die vorläufige Endstelle Aspernstraße liegt nördlich der Erzherzog-Karl-Straße in Hochlage. Sie erhält einen Mittelbahnsteig mit zwei Endabgängen und einen Abgang in Stationsmitte. Rund um die neue U2- Endstelle sind zahlreiche Busanschlüsse, ein Einkaufszentrum, Büros und Wohnungen sowie Parkmöglichkeiten geplant. Der Autobusverkehr in Aspern wurde mit der Verlängerung der U2 teilweise neu gestaltet, wobei die Station Aspernstraße zum zentralen Umsteigeknoten zwischen U-Bahn und den einzelnen Buslinien wurde.

Downloads

Folder U2

(PDF, 610KB)
© Wiener Linien

Streckenplan

(PDF, 610KB)
© Wiener Linien

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