Linie U2

vom Karlsplatz zum Stadion und über die Donau nach Aspern

Streckenverlauf & Stationen der U2Streckenverlauf

Bis zum 10. Mai 2008 hatte die Linie U2 zwischen Karlsplatz und Schottenring eine Streckenlänge von nur 3,5 Kilometern. Seither fahren die Züge bis zur neuen Endstation Stadion, die Fahrzeit auf der nun 7,5km langen Strecke zwischen den beiden Endstationen beträgt etwa 25 Minuten. Auch nach der Erweiterung zum Stadion bleibt die U2 die kürzeste U-Bahn-Linie Wiens, doch schon bald wird auch die Neubaustrecke zur Aspernstraße in Betrieb gehen.

Die Kennfarbe der U2 ist Rotlila.

Zahlen & Fakten zur U2

  • Streckenlänge: ca. 7,5 km
  • Anzahl Stationen: 17
  • Fahrzeit: 25 Minuten
  • Betriebsbahnhof: Erdberg
  • Stationsabstand Ø: 722 Meter
  • Längster Stationsabstand: 995m (Rathaus-Schottentor)
  • Kürzester Stationsabstand: 350m (Museumsquartier-Volkstheater)

Geschichte & Linienchronik

Das Kernstück der heutigen U2 geht ursprünglich auf die unterirdische Straßenbahnstrecke entlang der Lastenstraße (Landesgerichts,- Auersperg,- und Museumsstraße) zurück. Der 1,8 km lange Tunnel zwischen Sezession und Friedrich-Schmidt-Platz wurde im Oktober 1966 eröffnet und von den Linien E2, H2 und G2 betrieben, daher auch der Name "Zweierlinie". Der Tunnel hatte 4 unterirdische Stationen: Mariahilfer Straße, Burggasse, Lerchenfelder Straße und Friedrich-Schmidt-Platz.

Eröffnung der Ustrab am 8. Oktober 1998

Eröffnung der Ustrab am 8. Oktober 1998

© Wiener Linien, aus dem Buch "100 Jahre Wiener Linien", Seite 80

Eine weitere Ustrab-Strecke in Wien befindet sich am Südgürtel und wird auch heute noch von den Straßenbahnlinien 6, 18, 62, 65 und der Badner Bahn betrieben. Doch auch hier gab es Überlegungen zum Umbau auf U-Bahn-Betrieb, die jedoch nie ernsthaft in Betracht bezogen wurden.

1968 fasste der Wiener Gemeinderat den Beschluss, die unterirdische Straßenbahnstrecke (Ustrab) für den U-Bahn-Betrieb umzurüsten. Für den Betrieb der U2 wurde daher der Tunnel südlich bis zum Karlsplatz und nördlich bis zum Schottenring verlängert. Zwischen den Stationen Rathaus und Schottentor wurde bereits die Option einer Zweigstrecke nach Währing freigehalten, zuerst (und vor allem aufgrund der Baukosten) wurde jedoch nur die Strecke zum Ringturm gebaut. An dieser Stelle befindet sich heute der engste Kurvenradius des U-Bahn-Netzes.

Am 30. August 1980 wurde die U2 schließlich zwischen Karlsplatz und Schottenring etwas aufzuwerten, versuchten die Verkehrsbetriebe die Linien U2 und U4 am Schottenring zur Linie U2/4 bzw. U4/2 zu verknüpfen und somit einen Ring um die Altstadt zu legen. Das Vorhaben scheiterte jedoch schon nach kürzester Zeit, Grund waren schwerwiegende technische Probleme bei der Weichenanlage. Aufgrund der chaotischen Situation wurde der Testbetrieb schon nach kürzester Zeit wieder aufgegeben.

Man kann bei der Umstellung der Stecke von den Linien E2, H2 und G2 auf die U2 durchaus von einer riesigen Fehlplanung sprechen, was auch die geringe Auslastung der Züge widerspiegelt.

Bevor mit dem Bau der Neubaustrecke zum Stadion und nach Aspern begonnen wurde, musste die alte Stammstrecke komplett modernisiert werden. Dazu zählten vor allem die Verlängerung der kurzen Bahnsteige von 80 Metern auf 150 Metern, um den Einsatz von Langzügen zu ermöglichen. Im September 2003 wurde schließlich die Station Lerchenfelder Straße Sperre der U2aufgelassen, da der Abstand zur Station Volkstheater zu erging war. Im Zuge der Modernisierungsarbeiten war der Betrieb auf der gesamten Strecke mehrmals über länger Zeiträume eingestellt. Als Ersatz für die U2-Sperre fuhren die Ringlinien 1 und 2 am Ring verstärkt in einem 3-Minuten-Intervall mit Niederflur-Fahrzeugen ULF.

Durch die Verlängerung der U2 zum Stadion und den dadurch entstandenen Umsteigeknoten am Praterstern erhofft man sich nun eine Aufwertung der gesamten Strecke.

Verlängerung zur Aspernstraße

Die Arbeiten für die Erweiterung der Linie U2 in Richtung Aspern wurden im Spätsommer 2010 abgeschlossen, sodass die U2 am 2. Oktober 2010 bis zu Aspernstraße verlängert werden konnte. Die neue Strecke ist 9 Kilometer lang und bringt 11 zusätzliche Stationen. Die U2 verbindet nun 8 Bezirke und bietet Umsteigemöglichkeiten zu 3 anderen U-Bahn-Linien.

Zukunft

U2-Nord-Erweiterung Flugfeld Aspern

Der vom Wiener Gemeinderat beschlossene Masterplan Verkehr Wien 2003 sieht für eine weitere Ausbauphase auch die Verlängerung der Linie U2 über die Station Aspernstraße in das Flugfeld Aspern vor, welches im Entwicklungsraum Nordosten Wiens liegt. Die Bauarbeiten für das umstrittene Vorhaben werden etwa 250 Mio. Euro betragen, bei optimalen Verlauf des Bauvorhabens könnten die ersten Züge der U2 bereits ab 2013 das Fugfeld Aspern mit dem Zentrum verbinden.

U2-Süd-Erweiterung Arsenal-Gudrunstraße

Mit dem Neubau des Hauptbahnhofes auch die U2-Verlängerung vom Karlspatz aus nahe liegend. Nach zahlreichen Variantenuntersuchungen steht die mögliche Trasse nun fest, führt jedoch am neuen Bahnhof vorbei. Vor allem die neuen Entwicklungsgebiete Aspanggründe und Südbahnhof sollen erschlossen werden, eine Eröffnung vor dem Jahr 2020 scheint aber eher unrealistisch.

Konzept zum Bau der U5 - Neubau der U2 zum Wienerberg

Ob es auch zum Bau eines Astes vom Rathaus Richtung Wienerberg bei gleichzeitiger Übernahme der bisherigen U2-Strecke durch die U5 kommen wird, ist äußerst fraglich. Nähere Informationen hierzu auf der Seite Konzept für eine U5.

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