Linie U3

von Ottakring nach Simmering

Streckenverlauf & Stationen der U3Streckenverlauf

Wiens jüngste U-Bahn-Linie weist eine Streckenlänge von 13,5 Kilometern auf, hat 21 Stationen und verläuft in West-Ost-Richtung von der Station Ottakring durch das Zentrum Wiens bis nach Simmering. Die Fahrzeit zwischen den beiden Endstationen beträgt etwa 25 Minuten. Mit Ausnahme der Stationen Ottakring und Erdberg verläuft die komplette Trasse der U3 unterirdisch. Unterhab der Mariahilfer Straße und in der Altstadt wurden die Gleise aufgrund des geringen Platzes in zwei Ebenen übereinander verlegt. Die U3 zeichnet sich vor allem durch zahlreich kunstvoll gestaltete Stationen aus. Die U3 hat die Farbe Reinorange als Kennfarbe.

Zahlen & Fakten zur U3

  • Streckenlänge: ca. 13,5 km
  • Anzahl Stationen: 21
  • Fahrzeit: 25  Minuten
  • Betriebsbahnhof: Wasserleitungswiese
  • Längster Stationsabstand: 882m (Erdberg-Gasometer)
  • Kürzester Stationsabstand: 503m (Stubentor-Landstraße)

Geschichte & Linienchronik

Die U3 ist Wiens jüngste U-Bahn und stellt mit ihrem Streckenverlauf eine äußerst wichtige West-Ost-Durchquerung der Stadt dar. Die Strecke der U3 taucht schon in den ersten Planungen und Entwürfen auf. Beim Bau der U1-Station Stephansplatz wurden deshalb bereits Vorarbeiten für eine spätere Verknüpfung mit der U3 geleistet.

Es gab mehrere Planungsvarianten, in den ersten konkreten Entwürfen war zunächst im Westen nur ein Bau bis zum Westbahnhof geplant. Im Netzentwurf M war dann je ein Ast nach Baumgarten (U3) und nach Ottakring (U3A) vorgesehen, wobei die Abzweigung nach der Bellaria (heute Station Volkstheater) vorgesehen war. Im östlichen Teil war ein Verlauf im Bereich der Landstraßer Hauptstraße bis nach St. Marx vorgesehen, von Erdberg dann über die Donau nach Stadlau und eventuell weiter nach Breitenlee.

Eröffnungszeitschriften der U3 seit 1993

Erst in den 80er-Jahren wurde dann mit dem Bau der heute bestehenden Strecke begonnen. 1991 konnte der erste Abschnitt zwischen Erdberg und Volkstheater eröffnet werden, in den Folgejahren ging es etappenweise bis zur heutigen Endstelle Ottakring. Hätte man die U3 anstatt nach Ottakring bis zur S-Bahn in Breitensee gebaut, wäre eine spätere Verlängerung Richtung Westen (zB nach Hütteldorf) möglich geblieben. Das letzte Teilstück im Südosten Wiens konnte im Dezember 2000 in Betrieb genommen werden, es umfasst die Stationen Gasometer, Zippererstraße, Enkplatz und Simmering.  Hier alle Eröffnungsdaten im Detail:

  • 6. April 1991: Erdberg - Volkstheater
  • 4. September 1993: Volkstheater - Westbahnhof
  • 3. September 1994: Westbahnhof - Johnstraße
  • 5. Dezember 1998: Johnstraße - Ottakring
  • 2. Dezember 2000: Erdberg - Simmering

Der U3-Song, anlässlich der Eröffnung des Abschnittes Volkstheater-Westbahnhof

Zukunft & Planungen

Häufig taucht auch die Forderung nach einem U-Bahn-Anschluss des Flughafens Schwechat auf. Dieser ist allerdings bereits durch die von den ÖBB betriebene S-Bahn-Linie 7 sowie dem CAT (City Airport Train) gut erschossen, eine U-Bahn würde nicht annähernd die gleiche Fahrzeit erreichen.

Auch eine Verlängerung nach Kaiserebersdorf erscheint aufgrund der geringen Besiedlungsdichte (trotz Wohnsiedlungen am Leberberg) nicht sinnvoll, auch wenn es hierfür bereits Untersuchungen gab. Das Gebiet ist durch die Straßenbahnlinie 71 bereits optimal erschlossen. Von weiteren Ausbauprojekten der Linie U3 ist somit nicht auszugehen.

Kunstlinie U3

Die Linie U3 ist die Kunstlinie des U-Bahn-Netzes. In zahlreichen Stationen findet man künstlerisch gestaltete Bereiche. Neben einer Video-Installation vom weltberühmten Künstler Nam June Paik in der Station Schweglerstraße, über die Kunstwand von Adolf Frohner am Westbahnhof "In ca. 55 Schritten durch Europa" bis hin zum "U-Turn" der Mediengestalterin Margot Pilz.

 

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